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Tänzer des Falkenjäger Corps auf historischen Spuren

Nachdem unsere letzte Tour des Tanzcorps schon einige Zeit zurück lag, gab es mal wieder das Bestreben einen gemeinsamen Nachmittag/Abend mit dem Tanzcorps zu verbringen.

Die Organisation lag in den Händen unserer Kameraden de Papp und Stolleschoh. Beginnend an einem Samstagnachmittag ging es zu einigen historischen Stationen durch die Kölner Altstadt.

Mit der KVB ging es Richtung Köln. Wie bei gut organisierten Touren war auch hier bereits für Bordverpflegung gesorgt und wir erreichten das erste Tagesziel: der Hauptbahnhof.

Hier begann dann unser kölscher Wanderweg. Mit verschiedenen Stationen zur kölschen Stadtgeschichte und Braukultur.

Start war das Brauhaus Gaffel am Dom – Premium Partner der Fidele Bröhler * Falkenjäger. Hier genossen wir unsere erste Runde Kölsch. Dazu erzählte Papp die erste Anekdote und Stolleschoh versorgte uns mit einigen Wirtschaftsdaten zum Gaffel-Kölsch z.B. der Jahresumsatz.

Von hier aus ging es weiter zum nächsten Stopp: der Dom. In Zusammenhang mit der Grundsteinlegung und dem Bau des Doms hörten wir von der Sage um die Teufelswette. Der erste Dombaumeister Gerhard von Ryle ging in seiner Verzweiflung um die Erstellung eines durchführbaren Bauplans eine Wette mit dem Teufel ein. Der Einsatz: Seine Frau, sein Kind und er selbst. Letztendlich gewann er durch eine List die Wette, doch die Vollendung des Doms dauerte noch mehrere hundert Jahre.

Unweit des Doms auf der Südseite befindet sich am nächsten Stopp ein weiteres Stück kölscher Braugeschichte: das Brauhaus Früh am Dom. Es ist mit Platz für 1.500 Gäste Kölns größtes Brauhaus und nach dem Münchner Hofbräuhaus das zweitgrößte Brauhaus Deutschlands. Unmittelbar davor steht der Heinzelmännchen-Brunnen. Hier erfuhren wir mehr über die Heinzelmännchen-Sage um die neugierige Schneidersfrau.

Viele von uns wissen zwar wie historisch das Kölner Rathaus ist, gehen aber häufig daran vorbei ohne zu sehen welche Figuren und Szenen die Außenfassade zeigt. Die Westseite ist derzeit durch Bauzäune der Archäologischen Zone sehr eingeschränkt. Wir konnten aber einen Blick auf das Relieff erhaschen, dass den Kampf von Bürgermeister Gryn mit einem Löwen zeigt. Wieder untermauert durch beeindruckendes Fachwissen unserer Reiseleiter.

In Richtung Alter Markt befindet sich am Ratsturm eine skurile Figur, die aus den vielen anderen heraussticht. Bevor wir mehr über diese erfuhren machten wir einen Schlenker ins Gasthaus Brungs zur Verkostung der nächsten Kölschsorte Reissdorf. Im urigen Gewölbekeller finden sich noch Überreste der alten römischen Stadtmauer.

Die skurile Figur am Rathausturm ist der „Platzjabbeck“. Eine Figur mit Schlapphut und Bart. Zu jeder vollen Stunde öffnet er den Mund und streckt die Zunge heraus. Daher leitet sich auch sein Name ab: Auf Kölsch heißt „jappen“ den Mund aufreißen und „beck“ geht zurück auf das französische „le bec“ – der Mund. Entstanden ist der Platzjabbeck bereits im 15. Jahrhundert, aber erst 1913 beschloss der Rat, ihn beweglich gestalten zu lassen. Er steht symbolisch für die Machterlangung der Gaffel und Zünfte. Und wer genau hinsieht, entdeckt am Rathausturm aus noch andere, nicht ganz jugendfreie, Figuren.

Die nächsten Stationen waren der Jan von Werth-Brunnen, das Brauhaus Sion und der „Kallendresser“ vom Altermarkt. Die bekannteste Sage über die Figur am Dachfirst ist, dass empörte Bürger diese anbringen ließen, um den Ratsherren im Rathaus gegenüber ihre Meinung dauerhaft zu zeigen. Eine durchaus sympathische Idee. Wir aber erfuhren mehr über die Sage eines Schneiders, der in dem Haus wohnte. Diesen nervte der darunter wohnende Musiker ständig mit seinem Blasinstrument. Statt auf dessen Wünsche nach Ruhe einzugehen, öffnete der Musikant nun auch noch das Fenster. Das nutzte der Schneider zu einer erfolgreichen „einäugigen“ Zielübung.

Zum Ende der Kultur-Tour erwarteten uns zwei kölsche Originale. Die Figuren von Tünnes und Schäl, über die es viele Witze gibt, die aus unserer Runde auch zum Besten gegeben wurden.

Nach einem Abendessen im Bierhaus in der Salzgasse, verbrachten wir den verbleibenden Abend in der Altstadt. Und getanzt wurde auch noch, eine echte Tänzer-Tour eben. Ohne weitere Details an dieser Stelle.

Es war eine wunderbare Tour, die wir sicher nicht so schnell vergessen. Auch, wenn unsere Marie leider nicht dabei sein konnte da sie sich auf Fortbildung in Hamburg befand. Nochmal einen großen Dank an de Papp und Stolleschoh, das habt Ihr beiden ganz hervorragend organisiert!

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