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Oder: Von der ersten Idee zur tatsächlichen Abfahrt!

Wie bereits im vergangenen Jahr sollte es in 2018 wieder ein freiwilliges Orgateam geben, welches sich mit der Gestaltung des Tagesausfluges beschäftigen wollte. Schon vor dem letzten Glas Wein auf der 2017er Tour steckten Bea, Pam und ich die Köpfe kurz zusammen und entschieden – nicht mehr ganz nüchtern – nach Wuppertal könnten wir mal fahren. Aber Psssssssssst – das durfte ja noch niemand wissen. Unsere Touren sind nämlich immer ein großes Geheimnis für alle anderen, die nicht dem Orgateam angehören.

Also wurden noch im Herbst 2017 alle möglichen Internetseiten gesichtet, die Kalender gewälzt und erste Ideen zu Events vor Ort niedergeschrieben.

Aufgrund zahlreicher Urlaube – alleine schon innerhalb des Orgateams – war ein Termin sehr schnell gefunden. Am Samstag, den 15. September 2018 sollte es losgehen. Die Vortour stand für Samstag, den 14. Juli 2018 in unseren Kalendern. Und dann geschah erstmal lange Zeit nichts.

Nichts außer Glühwein, Weihnachten, Silvester, Karneval

Und eh wir uns versahen, war es schon Mai 2018, so langsam sollten wir uns dann doch mal mit dem Inhalt des Wuppertal – Tages beschäftigen.

Ziemlich schnell kristallisierte sich heraus, dass gutes Essen und leckere Getränke nicht fehlen durften, auch mussten wir ggf. schlechteres Wetter berücksichtigen, die Laufstrecken durften nicht zu lang, die Berge (und davon gibt es in Wuppertal doch schon ein paar, wie wir feststellen mussten) nicht zu steil und die Events nicht zu langweilig sein. Und? Was bleibt da Einzigartiges in Wuppertal, auf dass immer Verlass ist? Richtig, die Schwebebahn! Sie sollte unser Hauptverkehrsmittel zwischen den Locations werden. Eine Bergische Kaffeetafel durfte definitiv auch nicht fehlen und aus gut unterrichteten (einheimischen) Kreisen erfuhren wir etwas von einer ehemaligen, alten Badeanstalt von 1882, die zwischenzeitlich zu einem Brauhaus umfunktioniert worden war. Coole Sache!

perfekt, fehlte allerdings noch etwas ohne Sitzen, Essen und Trinken, sondern stattdessen mit etwas körperlicher Ertüchtigung und sportlichem Wettbewerb. Puh, und dann noch wetterunabhängig? Aber auch hier hat Wuppertal Einiges zu bieten, und so entschlossen wir uns für Schwarzlicht – 3 D – Minigolf in den Kellerräumen der alten Papierfabrik – was waren wir stadtgeschichtlich bewandert!

Aber bei aller Internetrecherche, online Stadtplänen und Wegbeschreibungen sollte uns erst unsere Vortour eines Besseren belehren. Bei lockeren 35 Grad Außentemperatur machten wir Drei uns im Juli auf den Weg nach Wuppertal: Anreise check, alles easy. Problem: 3,5 km Fußmarsch bergauf, bergab ab Wuppertal – Vohwinkel zum Schloss Lüntenbeck. Die angegebenen 31 Minuten zu Fuß aus dem Routenplaner wurden zu über 90 Minuten bei uns Dreien. Und das wäre ja morgens mit knurrendem Magen nach schon 60 Minuten Bahnfahrt ….. keine gute Idee ….. und es folgte die erste Programmänderung, Fußmarsch wird durch eine Taxifahrt ersetzt, zumindest bei der echten Tour mit allen Mädels im September. Das Probeessen im Schlosscafé fiel aus wegen einer geschlossenen Gesellschaft. Lief „super“ bei uns und unserer Vortour. Gut, dass wir noch Jaques Weindepot direkt neben dem Schloss entdeckten, so konnten wir uns zumindest in flüssiger Form stärken. Dass das ein mega cooler Zusatzstop werden sollte, erfuhren wir erst am Tourtag selber. Wegen diverser anderer Verpflichtungen eines jeden aus dem Orgateam an diesem Tage ging es dann Schlag auf Schlag mit Bus und Schwebebahn kurz noch zur Minigolf Location und auf einen ersten Absacker ins Brauhaus. Die zeitlichen Eckpunkte standen grob, so konnten wir weiter von Brühl aus planen, buchen und gestalten…Begrüßungssekt am Brühler Bahnhof, Finderfood morgens dort für den ersten Hunger, Proviant für unterwegs, Reservierungen, Tickets und Finanzen.

Unsere Galerie zur Fussgruppentour

Und dann war er auch schon schneller da als uns eigentlich lieb war, der 15. September 2018. Aber wir freuten uns auch drauf, endlich das wohlbehütete Geheimnis zu lüften, wo es denn hingehen würde an diesem Tag ……. morgens um 8 Uhr am Brühler Bahnhof.

19 neugierige Augen- und Ohrenpaare schauten und lauschten gespannt, aber erstmal berichteten wir nur, auf welchen Bahnsteig und vor Allem, wann es genau losgehen würde. Die roten Verpflegungstüten waren schnell verteilt, schließlich sollte niemand am frühen Morgen vom Fleisch fallen. Die ersten Sektkorken knallten, Bea´s selbstgemachte Sandwiches fanden reißenden Absatz, Käsewürfel, Salami, Kräcker und Blätterteigcanapés, wir ließen es uns erstmal 45 Minuten richtig gut gehen, bevor der liebe Joe Kokjé im Anschluss für den Wegtransport der Reste unseres Deluxe Fingerfood Buffets sorgte.

Leider musste unsere Orga – Pam uns bereits dort wieder verlassen, da sie auf einer Hochzeit eingeladen war, dafür stand sie winkend am Bahnsteig, hatten wir so auch noch nie.

Die Bahnfahrt verging wie im Fluge, es hatten alle ja ausreichend Proviant dabei. Es wurde viel gelacht, gequatscht und über das Tourziel philosophiert ….. Köln, Leverkusen, Leichlingen????

In Wuppertal – Vohwinkel, was definitiv nicht mit Wuppertal – Vorwerk, wie Bea es angekündigt hatte, zu verwechseln ist, standen drei Großraum-Taxen schon parat.

Während der Fahrt und unseren Erzählungen, dass wir die Strecke eigentlich zu Fuß meistern wollten ursprünglich, gab es große Erleichterung, dass wir diesen Plan nicht weiterverfolgt hatten.

Großen Anklang fand im Anschluss bei der Bergischen (nicht Bayerischen) Kaffeetafel als Allererstes mal der Kaffee (eigentlich aus der Dröppelminna) und sehr gut duftende große, fluffige Waffeln mit Kirschen und Milchreis. Auf drei Tische verteilt fanden alle lustige und interessante Gesprächsthemen, ausreichende Stärkung und etwas Ruhe vor dem Sturm. Katrin berichtete vom neuen Fußgruppenkostüm für 2019 und der zeitlichen, weiteren Planung dessen Herstellung, wir überreichten Orden an den Chef und seine Mitarbeiterin, was in einer Runde Schnaps auf´s Haus endete, und wir vom Orgateam hatten uns in den Kopf gesetzt auch für 2019 wieder ein freiwilliges Orgateam zu finden. Und siehe da ….. nach nicht einer kurzen Ansprache und nicht einmal 30 Sekunden Bedenkzeit stand dieses bereits fest. Von denen gibt es dann im kommenden Festheft wieder Interessantes zu lesen.

Trotz einem kleinen Schauer kamen wir fast trocken (und ja nur 100 m entfernt) nach der Bergischen Kaffeetafel in Jaques Weindepot an. Zur freudigen Überraschung für unsere Finanzplanung waren wir dort eingeladen auf Prosecco mit süßem Nektar nach Bedarf und freier Auswahl. Super toll, was haben wir uns gefreut. Die ein oder andere nutze noch die Gelegenheit für ein kleines Mitbringsel oder das nächste Geburtstagsgeschenk, gab es doch unzählige Leckereien dort zu kaufen. Auch hier bedankten wir uns traditionell mit einem Orden der Gesellschaft. Die Zeit raste nur leider, so dass wir recht schnell schon wieder aufbrechen mussten, zuerst zu Fuß, dann mit dem Bus und im Anschluss mit der Schwebebahn, für Viele sogar die erste Fahrt mit diesem Verkehrsmittel in ihrem Leben. Ein ziemlich aufregendes und auch wackeliges Erlebnis.

Die Minigolfrunde im Anschluss war ebenso ein tolles Highlight, aufwendig gestaltete Bahnen, bunt bemalte Wände, Haie, Dinos und Raketen, die in die Bahnen integriert waren. Alle Mädels, die etwas Weißes anhatten, leuchteten wie jeck. In Fünferteams kämpften wir gegeneinander um möglichst viele Einser – Erfolge und wenige 7er. Das klappte bei uns natürlich nur bedingt, sorgte aber für viel Spaß, anhaltendes Gelächter und bei Einigen sogar für Muskelkater am nächsten Tag vom Bälle aufheben, oftmals auch abseits der Bahnen, wenn der Schwung mal wieder zu kräftig oder das Zielwasser nicht gut genug war.

Im Anschluss gab es das ein oder andere erfrischende Getränk auf der Außenterrasse der Alten Papierfabrik bevor wir uns alle aufmachten wieder zurück zur Schwebebahn. Sandra erkannte bei dem Telefonat unterwegs mit ihrem Achim richtigerweise, dass wir ja „über die Wupper“ wären. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht, so dass wir diesmal schon etwas routinierter in unser schwebendes Gefährt einstiegen und auch ein wenig den Ausblick und die Fahrt an sich genießen konnten.

Nach einem kurzen Gang durch die Fußgängerzone von Barmen und erwartungsvollen Gesichtern bei den Mädels bei der Aussage: „Wir gehen jetzt ins Schwimmbad!“ wurden wir freundlich und schnell im Brauhaus empfangen und zu unseren Tischen geführt. War das riesig, waren wir erschlagen! Sitzen war eine tolle Alternative und dringend nötig zu diesem Zeitpunkt. Super freundliches Personal brachte direkt die vorbestellten Brezeln mit Dips und nahm die ersten Getränkebestellungen auf. Im Anschluss orderten wir die grob vorbestellten Tapas pro Person und ließen die bisherigen Erlebnisse des Tages Revue passieren. Alles hatte geklappt, nirgends gab es Zeitverzug oder Probleme, so macht Organisieren echt Spaß. In entspannter Runde wurde viel gelacht. Ein paar von uns hatten sichtlich Spaß an der Musikmaschine und stellten bei der Musikauswahl erst einmal klar, wo wir denn herkamen. Laut erklang „Mer losse d´r Dom en Kölle!“ – jetzt konnte nun gar nichts mehr schief gehen. Auch hier überreichten wir an die Chefin des Hauses wieder einen Orden, was sie sichtlich erfreute und für Plitsch und Platsch, die Hausschäpse für ein jedes Mädel, sorgte.

Gut gestärkt und erholt machten wir uns gegen viertel vor acht abends auf den Weg zurück zur Schwebebahn, die uns nach Oberbarmen zum Bahnhof bringen sollte. Auf dem Weg zu den Gleisen wurden einige von angesprochen, was wir denn für eine Ritterrunde seien? Witzig, was so ein Falkenjägerpferdchen auf unseren Halstüchern so alles bewirken kann!

Aufgrund unseres strammen Schrittes erwischten wir sogar einen früheren Zug für unsere Heimreise nach Köln. Memo an das neue Orgateam 2019 – immer schön komplizierte Rückfahrten organisieren, dann hat man im Zug soviel zu besprechen, dass man trotz Müdigkeit nicht einschläft 😉

Mit der Linie 18 ging es dann – auch anders als geplant, aber eindeutig besser für variable Ausstiegsmöglichkeiten – vom Kölner Hauptbahnhof zurück nach Brühl.

Eine anstrengende, etwas längere Fußgruppentour 2018 liegt nun hinter uns. Aber es war ein richtig gelungener Tag mit viel Spaß, tollen Geschichten, leckerem Essen, süffigen Getränken und kurzweiligen Aktionen. Danke an alle, die mitgefahren sind und diese Tour zu einem tollen Tag gemacht haben. Bei dieser Resonanz macht Organisieren doppelt Spaß.

Euer Orgateam 2018

Danny Schmitt, Bea Reusch und Pam Plien

P.S. Wer jetzt Lust und Laune bekommen hat, sich auch der Fußgruppe der Fidelen Bröhler Falkenjäger anzuschließen, um im Närrischen Elias mit selbstgestalteten Kostümen mitzugehen und auch einmal Teil einer Fußgruppentour zu sein – sprecht uns einfach an.

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